Neue Ära in der Stellenwerbung

Damit ist erstmals die aktive Bewerbung von Stellenanzeigen im Job-Listing einer Suchmaschine möglich.

Alfred Schwaiger | JobNinja GmbH

Alfred Schwaiger

30.04.2024 | 4 Min.

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JobNinja auf der TALENTpro 2024 in München

Die Zukunft des Recruitings mit künstlicher Intelligenz

Alfred Schwaiger | JobNinja GmbH

Alfred Schwaiger

14.03.2024 | 3 Min.

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Automatisierte Stellenanzeigen dank ChatGPT

Die Zukunft der Jobbörse!

Mircea Popa, CEO bei JobNinja

Mircea Popa

03.08.2023 | 3 Min.

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JobNinja revolutioniert Bewerbung

ChatGPT verfasst individuelle Anschreiben für Bewerber!

Alfred Schwaiger | JobNinja GmbH

Alfred Schwaiger

18.07.2023 | 3 Min.

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3 – 2 – 1 – Start!

Alles neu macht der Juni: Dieser Tage wurde unter www.jobninja.com die komplett überarbeitete Website...

Alfred Schwaiger

26.06.2023 | 3 Min.

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KI ist die Zukunft des Recruitings

Interview mit Mircea Popa, CEO der JobNinja GmbH

Alfred Schwaiger | JobNinja GmbH

Alfred Schwaiger

14.02.2024 | 3 min.

Mircea Popa, CEO JobNinja

Mirca Popa, CEO bei JobNinja, im Interview zum Thema "KI ist die Zukunft des Recruitings".

(München, Februar 2024) – Künstliche Intelligenz (KI) ist längst in den HR-Abteilungen angekommen. 2023 wirbelte vor allem ChatGPT die Recruiting-Szene durcheinander. Die JobNinja GmbH ist seit der Gründung einer der Vorreiter in Sachen KI im Recruiting. Auch bei der Integration von ChatGPT spielt die Münchner Jobbörse mit mittlerweile vier Anwendungen ganz vorne mit. Wir sprachen mit Mircea Popa (Foto), CEO von JobNinja, darüber, wie JobNinja mit ChatGPT-Tools die Bewerbersuche und den Bewerbungsprozess effizienter gestaltet.

Herr Popa, Berührungsängste mit Künstlicher Intelligenz scheint JobNinja nicht zu haben.

Mircea Popa: Im Gegenteil: KI ist seit der Gründung im Jahr 2016 ein zentraler Bestandteil von JobNinja. Wir haben mit unserem „Traffic Optimizer“ eine eigene KI entwickelt, die das Multiposting von Stellenanzeigen und die Performance-Überwachung weitgehend automatisiert. Ich bin fest davon überzeugt, dass ChatGPT und andere KI-Tools das Recruiting nachhaltig verändern werden. Wir wollen da von Anfang an mit dabei sein. Und sind mit mittlerweile vier ChatGPT-Anwendungen da schon weit gekommen.

Konkret gefragt: Wie hat JobNinja ChatGPT in den Bewerbungsprozess integriert?

Mircea Popa: JobNinja hat bereits 2023 ChatGPT in zwei Schlüsselbereichen integriert. Zum einen haben Bewerber die Möglichkeit, sich von der KI ein individuelles Anschreiben verfassen zu lassen. Zum anderen finden Personaler in unserem Arbeitgeberbereich ein auf ChatGPT basierendes Tool, das sie bei der Formulierung von Stellenanzeigen unterstützt.

Von ChatGPT verfasste Anschreiben sind ein heiß diskutiertes Thema in der HR-Szene. Viele sind der Meinung, dass das der endgültige Todesstoß für das klassische Anschreiben sein wird.

Mircea Popa: Ich denke, dass das Anschreiben auch in Zukunft seine Berechtigung haben wird. Denn es bietet Bewerbern die Chance, darzulegen, warum gerade sie für den jeweiligen Job geeignet sind. Warum soll das nicht von einer KI formuliert werden? Für mich ist das auch eine Frage der Fairness: Unsere Kunden wissen, dass Bewerbungen bei JobNinja von ChatGPT verfasst worden sein könnten. Hauptgrund für uns, dieses Tool auf unserer Plattform zu integrieren, waren interne Auswertungen: Das Phänomen der Bewerbungsabbrüche kennen alle Jobportale. Wir haben festgestellt, dass der Bewerbungsprozess oft genau an dem Punkt abgebrochen wird, an dem ein Anschreiben hochgeladen werden soll. Zwar wird die Jobanzeige dann manchmal gespeichert, aber nur ein Bruchteil setzt den Bewerbungsprozess später auch fort. Wir suchten nach einer Möglichkeit, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Und wie funktioniert das in der Praxis?

Mircea Popa: Bei allen Stellenanzeigen auf jobninja.com mit der Option „Schnelle Bewerbung“ ist ChatGPT direkt integriert. Wenn der User auf den Button „Anschreiben mit ChatGPT erstellen“ klickt, analysiert die KI die Stellenausschreibung sowie die vorher hochgeladenen Unterlagen und erstellt daraus ein individuelles Anschreiben. Mit einem Klick kann es den Unterlagen hinzugefügt werden. Es gibt also für einen Jobinteressenten keinen Grund mehr, an dieser Stelle den Bewerbungsprozess abzubrechen.

Das Tool ist seit einem halben Jahr auf JobNinja verfügbar. Wie sind Ihre Erfahrungen damit?

Mircea Popa: Das Tool wird inzwischen mehrere hundert Mal pro Tag genutzt. Tendenz: deutlich steigend. Für uns und unsere Kunden aber das Wichtigste: Die Zahl der Bewerbungsabbrüche ist um fast die Hälfte zurückgegangen. Das heißt: JobNinja liefert mehr Bewerbungen.

Was hat Sie dazu bewogen, ChatGPT auch in die Formulierung von Stellenanzeigen zu integrieren?

Mircea Popa: Jeder weiß, dass der Fachkräftemangel auch die HR-Abteilungen selbst trifft. Damit sich Recruiter und Personalverantwortliche auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können, haben wir ChatGPT auch in unserem Servicebereich für Arbeitgeber integriert. Ausgehend von einigen Basisangaben formuliert die KI eine auf die Position und das Unternehmen individuell zugeschnittene Stellenanzeige. Der Text kann flexibel bearbeitet und anschließend in eine vorhandene Stellenanzeigen-Vorlage integriert werden.

Sie sprachen eingangs von vier Anwendungen von ChatGPT auf Ihrer Plattform. Was sind die anderen?

Mircea Popa: Zum Jahreswechsel haben wir eine dritte, äußerst ambitionierte KI-Anwendung gestartet, die wir „Performance Power“ nennen. Dabei formuliert ein ChatGPT-Tool zielgruppengerechte Jobbezeichnungen für verschiedene Plattformen. Aus unseren Auswertungen wissen wir, dass nicht zuletzt der Jobtitel darüber entscheidet, ob - und vom wem - eine Stellenanzeige gelesen wird. Ältere Arbeitnehmer rufen Anzeigen mit modernen, englischen Jobtiteln oft gar nicht erst auf, weil sie damit wenig anfangen können. Andererseits können sich vor allem jüngere Bewerber mit „altbackenen“ Berufsbezeichnungen nicht identifizieren. In beiden Fällen bleiben Bewerbungen aus.
Als vermeintliches Allheilmittel gegen dieses Phänomen wird manchmal ein sogenannter A/B-Test angepriesen. Dabei werden über einen vordefinierten Zeitraum zwei Versionen eines Stellentitels parallel veröffentlicht. Die Variante, die öfter aufgerufen wird und zu mehr Bewerbungsaktionen führt, wird dann bis zum Ende der Laufzeit der Stellenanzeige verwendet. Was zunächst toll klingt, hat meiner Meinung nach einen entscheidenden Nachteil: Man verzichtet für die Restlaufzeit auf einen Teil der potentiellen Reichweite und damit auf Bewerbungen.

Performance-Power-Anzeigen bei JobNinja

Bei Performance Power generiert ein ChatGPT-Tool zielgruppenoptimierte Jobbezeichnungen, die über die gesamte Laufzeit der Anzeige eingesetzt werden. Grafik: JobNinja

Was verstehen Sie unter zielgruppengerechten Jobbezeichnungen?

Mircea Popa: Nehmen wir an, eine Firma sucht einen Hausmeister, neudeutsch gerne auch als Facility Manager bezeichnet. Auf Partnerportalen, von denen wir wissen, dass sie eher von der Generation 50plus genutzt werden, spielt die KI die Stellenanzeige mit Bezeichnungen wie eben „Hausmeister“ oder „Technischer Hausverwalter“ aus. Parallel wird der gleiche Job auf Plattformen, die mehr die jüngere Generation ansprechen als „Facility Manager“ oder „Gebäudemanager mit handwerklichem Background“ veröffentlicht. Unser Traffic Optimizer überwacht während der gesamten Laufzeit die Performance der einzelnen Varianten und gibt ChatGPT entsprechendes Feedback. Das ist der zweite spannende Aspekt: Zwei künstliche Intelligenzen arbeiten dabei Hand in Hand.

Und was ist die Anwendung Nummer vier?

Mircea Popa: Ich bin fest davon überzeugt, dass ChatGPT und andere KI-Tools das Recruiting nachhaltig verändern werden. Eine wichtige Rolle dabei könnte der GPT-Store spielen, den OpenAI erst am 10. Januar freigeschaltet hat. Drittanbieter können hier fertige ChatGPT-Anwendungen für Nutzer freigeben. Auch hier ist JobNinja bereits mit dabei. Unseren Recherchen zufolge übrigens als erstes Jobportal in Europa.

Die von unserer IT erstellte GPT-Anwendung eröffnet innovationsfreudigen Jobsuchenden völlig neue Möglichkeiten, ihren Traumjob auf JobNinja zu finden. Sie können ihren Lebenslauf hochladen und Suchpräferenzen eingeben. Die KI durchsucht dann in Echtzeit unsere Stellen-Datenbank nach geeigneten, auf die jeweiligen Fähigkeiten zugeschnittenen Jobangebote.

Dadurch werden unsere Stellenanzeigen noch gezielter und effektiver an potenzielle Kandidaten vermittelt. Gleichzeitig dürfte die Qualität und Passgenauigkeit der Bewerbungen deutlich steigen

JobNinja JobAssistent

JobNinja im GPT-Store: Künstliche Intelligenz durchsucht in Echtzeit die JobNinja-Stellen-Datenbank nach geeigneten, auf die jeweiligen Fähigkeiten zugeschnittenen Jobangebote. Grafik: JobNinja

Noch ist der GPT-Store allerdings nur Nutzern zugänglich, die die kostenpflichtigen Angebote von ChatGPT abonniert haben. Es ist aber damit zu rechnen, dass OpenAI zumindest Teile des Stores über kurz oder lang auch für „normale“ User freigeben wird. Branchenkenner munkeln bereits, dass dieses Angebot eine ähnliche Marktbedeutung bekommen könnte wie die App-Stores von Apple und Google. Mit einem Unterschied: GPTs können systemunabhängig mit jedem Gerät genutzt werden – ob Mobiltelefon, Tablet, Desktop oder Laptop.
Wie gesagt: Das ist Zukunftsmusik. Aber wenn es soweit ist, ist JobNinja nicht nur am Start, sondern hat bereits auch praktische Erfahrungen im GPT-Store gesammelt.

Herr Popa, wir danken für das Gespräch.







Ansprechpartner für die Presse:

Alfred Schwaiger
JobNinja GmbH
Leonrodstr. 68
80636 München
Telefon: 089 215 296 572
mobil: 0171 371 02 59
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JobNinja ist eine der führenden Online-Jobbörsen in Deutschland. Gegründet 2016 in München als mobile App-Lösung, die die Jobsuche vereinfachen sollte, hat sich JobNinja mit rund 2,2 Mio. Zugriffen und über 100.000 Stellenangeboten im Monat als feste Größe unter den Top Ten der Online-Stellenbörsen etabliert. Stellenanzeigen werden nicht nur über App und Webseite veröffentlicht, sondern auch bundesweit in rund 170 regionale und überregionale Partner-Portale und gezielt über Social-Media-Kampagnen ausgespielt. Für optimale, zielgruppenspezifische Reichweite sorgt der auf ausgeklügelter KI basierende „Traffic Optimizer“.